PKD
24 Std.-Notfall-Nummer: 0800 / 7 25 54 28 48 bzw. 0800 / PALLIATIV

Über uns

  • Was ist Palliativmedizin?
  • Die Arbeit der Palliativärzte
  • Die Aufgaben der Koordinationskräfte

Informationen für Patienten und Angehörige

  • Häufige Fragen (FAQ)
  • Downloads (weitergehende Informationen)

Unser Team

  • Palliativärzte
  • Koordinationskräfte
  • Sekretariat

PKD Bochum

Zentrale: Bergstraße 25, 44791 Bochum

Dr. Birgitta Behringer | Klaus Blum

Dr. Bettina Claßen | Dr. Klaus Egen

Dr. Mathias Heer | Dr. Matthias Thöns

Informationen für Patienten und Angehörige

Sie oder ein Angehöriger leiden unter einer Erkrankung, die nach den Erkenntnissen der Schulmedizin nicht heilbar ist? Die Erkrankung verursacht vielleicht schon eine gewisse Schwäche oder erste unangenehme Symptome?

Wahrscheinlich sind Ihre Gefühle in Aufruhr und es stürzen viele Fragen und Probleme auf Sie ein?

Ihr behandelnder Arzt, eine Pflegekraft oder Bekannte raten Ihnen vielleicht, sich mit dem PKD Bochum in Verbindung zu setzen und sich palliativmedizinisch beraten und versorgen zu lassen?

Was passiert, wenn ich Patient beim PKD Bochum werde?

Bitte sprechen Sie zunächst mit Ihrem Hausarzt. Er kennt Sie am besten und wird Sie gut beraten. Zur Einschreibung ins Palliativnetz wird er Anlage 3 des Palliativvertrages ausfüllen und an den PKD faxen. (Efax-Nr: 02 34 / 2 82 50 41)

Die Koordinatoren vermitteln Ihnen gern einen Palliativarzt in Ihrer Nähe. Dieser wird mit Ihnen Kontakt aufnehmen und einen Hausbesuch vereinbaren.

Bei Patienten, die zu Hause wohnen, wird oft auch noch eine der Koordinationskräfte einen weiteren Hausbesuchstermin vereinbaren, um Fragen bezüglich Hilfsmitteln, Pflegeeinstufung usw. zu beantworten.

Der Palliativarzt rezeptiert Ihnen anschließend eine so genannte NOTFALLBOX, die Bedarfsmedikamente gegen unangenehme, krankheitsbedingte Symptome enthält.

Der Palliativarzt hinterlässt Ihnen einen ausführlichen Bedarfsplan, auf dem genau steht, wann und wie oft Sie diese Bedarfsmedikamente einnehmen können. Des Weiteren erklärt er Ihnen die Funktion der Notfalltelefonnummer.

Außerdem erhält jeder Patient die so genannte ROTE MAPPE, in der Befunde, Medikamentenpläne, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung abgeheftet werden können. Die ROTE MAPPE enthält außer den Kontaktdaten des PKD Bochum viele weitere nützliche Informationen und die Kontaktdaten aller Netzpartner des Palliativnetz Bochum e.V.

Die weitere Betreuung wird individuell organisiert. Bei Fragen wenden Sie sich tagsüber an die Koordinatoren oder an Ihren zuständigen Palliativarzt. Bitte informieren Sie uns bei gravierenden Veränderungen.

Wie die Betreuung eines Patienten durch den PKD Bochum im Einzelnen aussehen kann, erklärt Dr. Birgitta Behringer anhand eines Fallbeispiels hier.

 

 

Häufige Fragen (FAQ)

Wen soll ich im Notfall anrufen?
Bitte melden Sie sich im Notfall immer zuerst unter der 0800 / 7 25 54 28 48 bzw. 0800 / PALLIATIV.
Die Koordinatoren beraten Sie und stellen, wenn nötig, umgehend den Kontakt zu Ihrem zuständigen Palliativarzt her! Bitte rufen Sie nicht primär die 112 an!



Was ist, wenn wir die Versorgung nicht mehr alleine schaffen?
Bitte melden Sie sich unter der 0800 / 7 25 54 28 48 bzw. 0800 / PALLIATIV.
Wir stellen Kontakt zu einem Pflegedienst her, der Sie bis zu dreimal täglich bei der Versorgung unterstützen kann. Wenn die Versorgung zu Hause kurzfristig nicht mehr möglich ist, bemühen wir uns um eine Unterbringung auf einer Palliativstation.
Wenn die Versorgung zu Hause dauerhaft nicht mehr möglich ist, kann unter bestimmten Vorraussetzungen ein Platz in einem stationären Hospiz beantragt werden.



Was kann ich gegen akute Luftnot tun?
Bitte informieren Sie Ihren Palliativarzt über neu aufgetretene Luftnot.
Der Betroffene sollte aufrecht bei geöffnetem Fenster sitzen. Wenn sich das Kopfteil nicht hochstellen lässt, können wir Ihnen einen motorbetriebenen Einlegerahmen verschreiben, der in den Bettrahmen eingesetzt wird, oder ein Pflegebett.
Die für Sie passende Bedarfsmedikation gegen Luftnot finden Sie auf dem Bedarfsplan Ihres Palliativarztes.
Ist das Schlucken der Medikamente nicht mehr möglich, kann die Luftnot durch Injektionen unter die Haut oder in Ausnahmefällen durch eine Dauerinfusion behoben werden. Weitergehende Informationen zur Behandlung von Luftnot finden Sie hier.



Was kann ich gegen akute Schmerzen tun?
Bitte informieren Sie Ihren Palliativarzt über neu aufgetretene Schmerzen oder eine Schmerzverstärkung.
Die für Sie passende Bedarfsmedikation finden Sie auf dem Bedarfsplan Ihres Palliativarztes.
Ist das Schlucken der Medikamente nicht mehr möglich, kann der Schmerz auch durch transdermale Pflaster, Injektionen unter die Haut oder in Ausnahmefällen durch eine Dauerinfusion behoben werden.



Was kann ich gegen Angst und Unruhe tun?
Bitte informieren Sie Ihren Palliativarzt über neu aufgetretene Angst oder Unruhe.
Die für Sie passende Bedarfsmedikation finden Sie auf dem Bedarfsplan Ihres Palliativarztes.
Ist das Schlucken der Medikamente nicht mehr möglich, kann die Angst durch Injektionen unter die Haut oder in Ausnahmefällen durch eine Dauerinfusion behoben werden.





Wie beantrage ich eine Pflegestufe?
Bitte rufen Sie unter 0800 / 7 25 54 28 48 bzw. 0800 / PALLIATIV an. Die Koordinationskräfte besorgen den richtigen Antrag und sind Ihnen beim Ausfüllen behilflich. Sie beraten Sie auch bei einem Antrag auf Höherstufung.





Wann ist eine Anmeldung in einem stationären Hospiz sinnvoll?
Eine Anmeldung in einem stationären Hospiz ist sinnvoll,

  • wenn der Kranke allein lebt.
  • wenn die Angehörigen - z.B. aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters oder durch permanente unruhige Nächte - nicht mehr in der Lage sind die Versorgung zu übernehmen.
  • wenn die Krankheitssymptome so vielschichtig und unregelmäßig auftreten, dass ein Angehöriger nicht mehr in der Lage ist die Medikation zu verabreichen und daher dauerhaft eine Pflegekraft in Reichweite sein sollte.

Eine Aufnahme in einem stationären Hospiz ist für den Betroffenen kostenlos. Die Reihenfolge der Aufnahmen erfolgt nach Dringlichkeit. Wir arbeiten mit drei Hospizen zusammen:
Hospiz St. Hildegard Bochum
Hospiz Essen-Steele
Lukas-Hospiz Herne
Wenn Sie sich für einen Hospizplatz interessieren, sollten Sie persönlich mit dem Hospiz Kontakt aufnehmen. Ihr Hausarzt oder Ihr Palliativarzt muss eine Hospiznotwendigkeitsbescheinigung ausfüllen, die Sie oder der Betroffene selber unterschreiben und die dann bei Ihrer Krankenkasse eingereicht wird, mit der Bitte um Kostenübernahme.



Woher bekomme ich die notwendigen Hilfsmittel?
Wenn Sie Hilfsmittel benötigen, wie z.B. Pflegebett, Toilettenstuhl, Infusionsständer, Weichlagerungsmatratze usw., rufen Sie bitte unter 0800 / 7 25 54 28 48 bzw. 0800 / PALLIATIV an.
Wir organisieren für Sie die Lieferung über ein Sanitätshaus. Oft kann die Lieferung bereits am nächsten Werktag erfolgen.


Wie oft werden Hausbesuche gemacht?
Zu Beginn der Versorgung besuchen Sie in der Regel der zuständige Palliativarzt und eine Koordinationskraft.
Sie erklären Ihnen die Notfallnummer, die Medikamentenbox und tragen alle wichtigen Informationen in der Datenbank des Palliativnetzes ein. Danach kommen Koordinatoren und Palliativärzte dann zu Ihnen, wenn Sie sich melden und die neu aufgetretenen Probleme telefonisch nicht ausgeräumt werden konnten.
Daher ist es wichtig, dass Sie uns über Zustandsverschlechterungen oder neu aufgetretene Probleme zeitnah telefonisch informieren, damit wir Sie unterstützen können.






Was kostet uns die Betreuung durch den Palliativmedizinischen Konsiliardienst Bochum?
Die Kosten für die Koordination und die Hausbesuche der Palliativmediziner werden von allen Krankenkassen übernommen und sind für Sie kostenlos.
Das Palliativnetz Bochum e.V., das z.B. die Druckkosten für die Rote Mappe finanziert und Fortbildungsveranstaltungen für Angehörige und Pflegekräfte durchführt, freut sich natürlich über eine Spende. Informationen finden Sie hier.
Die Versorgungsqualität unserer Patienten ist davon aber völlig unabhängig!


Wie werde ich Patient im Palliativnetz Bochum?
Voraussetzung für die Einschreibung ist das Vorliegen einer lebenslimitierenden Erkrankung. Ihr Hausarzt stellt die Anlage 3 und die Anlage 3a aus. Damit erklärt er sein Einverständnis zur Mitbehandlung durch die Palliativärzte.




Sterbe ich schneller, wenn ich mich palliativmedizinisch versorgen lasse?
Die positive Wirkung von palliativer Betreuung wurde mittlerweile in Studien belegt. Am Massachusetts General Hospital in Boston beispielsweise betreute die Palliativärztin Jennifer Temel zusammen mit ihrem Team eine Reihe von Patienten mit Bronchialkarzinom. Die Patienten bekundeten daraufhin in Fragebögen eine verbesserte Lebensqualität und lebten bis zu mehrere Wochen länger.



Downloads (weitergehende Informationen)

Maßnahmen bei Luftnot PDF downloaden
Die Palliative Sedierung
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Die Betreuung von Herrn B im Palliativnetz (Fallbeispiel)
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